Unter Musette im ursprünglichen Sinn versteht man die Bezeichnung eines, dem Dudelsack ähnlichen Instrumentes. Im 17. Jahrhundert war das Instrument zu Hofe große Mode, es wurde viel für die Musette komponiert.
Der Name des Instrumentes stand Pate für den Tanz Musette, der in den Suiten Rameaus, Couperins und Bachs seinen festen Platz fand. Ein Tanz der durch seinen Dreiertakt und der bordunartigen Begleitung charakterisiert ist.
Auch in der Folklore gab es eine bedeutende Entwicklung der Musette, vor allem in der Auvergne.
Musette - Musik im Sinne von französischer Akkordeonmusik
Musette-Stil meint die Art, Akkordeon zu spielen, wie sie sich im "Bal Musette" durchsetzen sollte und ist gekennzeichnet von technischen Finessen wie Tonrepetitionen, Melodien, die in Triolen variiert werden und vor allem der Tanzbarkeit.
Der Bal Musette war zunächst eine reine Angelegenheit der Auvergner in Paris, die sonntags zu Musette und Drehleier tanzten.
Durch die Auswanderung vieler Italiener nach Frankreich hielt nach und nach auch das Akkordeon Einzug in den Bal Musette, zunächst nur in begleitender Funktion. Später jedoch, vor allem durch die Entwicklung vom diatonischen zum chromatischen Akkordeon, entstanden völlig neue Möglichkeiten, z.B. Tonartwechsel oder Spielen von Gegenstimmen im Bass.
Dadurch wurde nach und nach das namengebende Instrument Musette vom Akkordeon aus dem Bal Musette verdrängt.
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